Bundeslehrgang in Greven 23.-24.09.2017


Im Bild vlnr.: Carla, Luisa, Remiye, Alina, Frank Stuckemeier (6.DAN), Akio Nagai (9. DAN), Thomas Steiling (3.DAN), Fatmatta, Jolina, Meliha, Alex, Hendrik und Nils


Nagai Sensei in Höchstform und ein 7 jähriger Steppke zeigt wie´s geht

Am Wochenende 23.-24.09.2017 war nicht viel los. So dachte man, würde es aussehen. Tanaka Sensei hatte absagen müssen, weil ein Termin sich überschnitt mit dem des Bundeslehrganges (BLG) in Greven, der diesmal ungewöhnlich in den Herbst gelegt wurde. Zeitgleich konnte man Sensei Murakamis Konterfei aus einer Ausschreibung in Tschechien sehen; zu der unnötigerweise SKID Dojos Werbung machten. Letztendlich verständlich aber mit zu erwartend weniger Zulauf für den hiesigen BLG. Die Anfahrt musste man sowieso mit einplanen, denn an dem Tag wurde noch gewählt; oder man hatte frühzeitig an die Briefwahl gedacht.

Wenn´s einmal läuft ...

Zumindest stand noch Eugen Sensei als Gasttrainer mit auf der zwei Wochen vorher hastig angepassten Ausschreibung. Als ich dann in die Umkleidekabine ging, fand ich Micheal süßsauer lächelnd vor und hörte die Neuigkeit des Tages. Auch Eugen Sensei konnte aus familiären Gründen nicht kommen und hatte kurzfristig abgesagt. Da blieb nicht viel Zeit zum verdutzt sein. Mir war zwar schon klar, dass mit dem 6.DAN neue Aufgaben auf mich zukommen, dass es gleich beim ersten BLG derart einschlägt, war dennoch überraschend. 
Letztendlich kann man davon ausgehen, dass jeder Sensei in seinem Dojo kommuniziert hatte, die Mehrkosten des BLG begründen sich durch den zweiten Gasttrainer – einem Japaner der Extra-Klasse. Dieser war nun nicht anwesend und erste zaghafte Fragen wurden hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Also reichte diese eine Begründung „2. Japaner“ nicht mehr aus. Natürlich merkt man unserem Sensei diesen Druck nicht an. Dennoch war er sich dieser Tatsache voll bewußt.

Geiles Training

Auf der anderen Seite … unser Sensei ist ein Profi! Und jahrzehntelange Erfahrung machten Ihn nicht dümmer. Das konnte man diesmal live erleben.

Während ich den Weiß- bis Grüngurten neue Impulse für ihr Training mit auf den Weg gab, zauberte Nagai Sensei ein Training aus dem Arm, welches der Anmutung nach mich an die frühen Jahre meines Karate erinnerte. Klar, der Standard mit erstmal ein bisschen Kihon war nicht anders zu erwarten. Aber danach ging er jeweils fix zu einem Kumite Training über, welches sich gewaschen hatte. Immer wieder scheuchte er die gesamte Oberstufe Violett/Braun/Schwarz von einem bis zum anderen Ende der Halle. Immer neue Kombinationen und Übungen zur Flexibilität im Kumite oder Reaktion kamen zum Vorschein. Die Halle bebte wie vor 25 Jahren und meine Befehle zu meiner Gruppe musste ich brüllen, um mir Gehör zu verschaffen. Das Feedback, welches mir zu Ohren kam, war durchweg positiv; nahezu begeistert. 

Geisto

Dieser „Geisto“, wie Sensei Nagai den Kampfgeist nennt, übertrug sich wohl auf meine Gruppe. Dort war ein kleiner Steppke von 7 Jahren in die Magengrube getroffen worden. Eigentlich beim Kihon-Kumite nicht möglich, außer kleine Hosenscheißer meinen sie müssten Jackie Chan spielen. Es war ein Versehen – so was passiert und der schuldige Junge entschuldigte sich schnell. Dennoch, der Treffer als solcher ist meist nichts schlimmes und in 5 Minuten ist wieder alles vergessen. Aber für den Augenblick muss jeder mit sich und seinen Gefühlen kämpfen, um diesen Treffer zu verarbeiten (jeder der was anderes erzählt ist ein Angeber). Meist ist es der Schrecken, der einem zu schaffen macht. Und auch Fiete kamen die Tränen. Die wischte er sich kurzerhand ab und machte weiter. OSS – mehr kann ich dazu nicht sagen. Das ist Geisto. 

Beteiligung – ca. 80 Karateka

Obwohl wir Befürchtungen hatten, dass der Osten geschlossen Richtung Tschechien zu Murakami fährt, kamen zuerst Uwe Fünfstück mit seiner Crew durch die Tür, Toriis Flagge hing an der Wand und dann trudelten die Stau-geplagten Ouchis mit u.a. Paul und Julia ein. Klasse! Und natürlich hatten sich die Kölner auf den Weg gemacht.
Somit veredelten sich die Anwesenden den Lehrgang zu einem BLG, der das gemeinsame Training der Oberstufe des SKID darstellt. Und ganz ehrlich: auf den normalen BLG hat man immer Training beim Gasttrainer und Sensei nimmt sich sehr zurück. Hier hatten wir ihn ganz für uns mit all seinen Qualitäten!  

Prüfungen

Es traten reichlich 40 Sportler an, um ihren nächsten Kyu-Grad zu erreichen. Darunter mein Sohn. Wer nun den höheren Puls hatte, er oder ich, vermag ich nicht zu sagen. Am Ende hat er aber bestanden und glücklich lachen beide in die Kamera. ... also Papa und Sohnemann. In der Schachtel war vorher der Braungurt.

Merkt man den Vaterstolz? Natürlich haben auch Carla & Jolina & Meliha & Luisa & Remiye & Alex & Nils den nächsten Braungurt bestanden. Und zwar die meisten mit der besten Note A.
Das ist Grund genug, um stolz zu sein.
 


Und im Bild unten Hendrik mit seinem Kumpel Viktor von so einem komischen Verein aus Ostbevern YamaUchi Yodo. 




Im Übrigen: der kleine Fiete hatte auch bestanden.
Voll die Poserhaltung und das schon als Gelbgurt. :-))



 


TOMO = Gemeinschaft
 
TOMO TRAINING in 2017 und 2018

11.11.2017: Taiyo (Herford)
20.01.2018: HOJO (Beelen/Gütersloh)
21.04.2018: YODO (Ostbevern)
23.06.2018: TOMO CUP
10.11.2018: Taiyo (Herford)
Genaueres unter Termine!
Sensei Shugo: Münsterland / OWL
 
Regionales Dojoleiter-Treffen (4):

Wann: Dezember 2017
Wo: Münsterland / OWL
TOMO CUP
 
Ausrichter: Dojo noch in Klärung
Ort: noch in Klärung
Datum: 23. Juni 2018
 
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